Startseite  Warum diese Seite?  Wissen oder Meinen  Ihr Thema  Kontakt  Unsere Partner  Videos 
Katrina, Kyrill und Co
 Katrina, Kyrill und Co  Unkenrufe oder Vorboten?  Die Wirtschaft bangt  Videos  Diskurs  Umfrage 

Unkenrufe oder Vorboten?

Natürlich gab es schon immer Stürme, zu heiße oder zu kalte Sommer, schneelose Winter oder Kältewellen. Auch dass sich die Jahreszeiten völlig verschieben oder gar ausbleiben können, hat man schon erlebt (alle Jahrhunderte mal), aber dass nun gehäuft eine Wetteranomalie die andere jagt, sollte doch im noch so ruhigen Mitmenschen das Denken und Zweifeln anstoßen. Nun soll hier nicht eine Panik veranstaltet werden, sondern angedacht werden, welche Gründe nun die Ursachen dieser Auffälligkeiten sein könnten.

Das erste Argument drängt sich dann auf, wenn man bedenkt, wie schnell und in welcher Vielfalt Informationen heutzutage verbreitet werden. Man könnte sagen, dass es nur so aussieht als wenn es plötzlich so viele Wetterschwankungen gäbe, weil über sie eben haufenweise berichtet wird. Es wächst in einem also das Gefühl, von derart negativen Informationen erschlagen zu werden. Dies ist sicherlich ein Punkt, aber spätestens seit dem Morsezeitalter hatten sich Berichte über Ereignisse relativ schnell über den Globus verteilt. Viel mehr machen da einen doch Berichte über Studien der Wirtschaftsriesen hellhörig, die sich einig darüber sind, dass die Erderwärmung und der daraus resultierende Klimawandel zu immensen finanziellen Einbußen führen wird. Die Herren der Wirtschaft haben zusätzlich errechnen lassen (wie man das macht, muss man sich schon mal fragen dürfen), dass sich die Klimakatastrophe auch zu einer wirtschaftlichen Katastrophe auswachsen wird, der unbedingt gegengesteuert werden muss und warten mit vielen Zahlen und Daten auf. So wird erklärt, dass die finanziellen Schäden so hoch sein werden, wie die Weltwirtschaftskrise 1930, der Erste und Zweite Weltkrieg zusammen genommen. Man weiß auch schon, was es kosten würde, wenn wir jetzt prophylaktisch eingreifen würden, nämlich satte vier Billionen Dollar, was genau dem Betrag entspricht, der weltweit in einem Jahr für Werbung ausgegeben wird. Verwirrend an dieser Tatsache ist doch vor allem eins. Noch vor einem Jahr waren Meteorologen, Geologen, Umweltschützer und überhaupt alle, die auf eine Veränderung des Klimas hinwiesen, als Panikmacher herunter degradiert worden. Man braucht sich nur an die Fernsehsendungen zu erinnern, bei denen gerade diese Menschen zwar zu Wort kommen durften, ihnen aber nicht wirklich Gehör geschenkt wurde, sondern ihre wissenschaftlichen Prognosen wurden lapidar heruntergespielt. ?Klimaschwankungen gab es immer, wir können nicht wegen ein paar Einzelfällen von einer stetig steigenden Erderwärmung ausgehen, weil uns gesicherte Daten fehlen, da die Wetterforschung ja noch so jung sei!? Nun aber, nachdem auf die wirtschaftlichen Schäden hingewiesen wird, ist es also allseits klar: Es gibt die Erderwärmung, sie wird Konsequenzen haben, und was können wir tun!? Das ist eine sehr befremdende Art der Informationsgestaltung. Vor ein paar Monaten war man sich offiziell nicht sicher, ob es überhaupt eine Erderwärmung geben wird, und dann wird darüber gar nicht mehr diskutiert, sondern es wird nach der neuen Einsicht ein paar Wochen später der erste Klimagipfel anberaumt und abgehalten.

Unbestritten, es ist positiv zu bewerten, dass plötzlich Klimagipfel abgehalten werden (die aber eher wie eine Gemütsberuhigung westlicher Nationen daherkommen als ein tatsächliches Entscheiden, was nun zu tun ist), aber es geht in dieser Sache einfach zu schnell voran. Der Bürger hat immer noch nicht verstanden, um was es eigentlich geht, denn vom Herunterspielen der Tatsache, dass die Erderwärmung stattfindet und Konsequenzen hat, bis zum jetzigen Stand der Dinge, dass die Erderwärmung schon im vollen Gange ist (Blair hat an die Menschen appelliert), vergingen gerade mal ein paar Wochen. Zuwenig Zeit um sich eine Meinung zu bilden, wenn dies denn überhaupt noch einer will, denn es drängt sich das Gefühl auf, dass Nachrichten eben einfach nur konsumiert werden. So könnte doch die Wirtschaft und Politik mit den Medien ein Bewusstsein in der Gesellschaft konstruieren, bei dem jedem auffällt, dass das Wetter verrückt spielt, dies also Vorboten sein müssen. Und warum? Damit die Gesellschaft darauf vorbereitet wird die Kosten (4 Billionen Dollar) in irgendeiner Weise für den Umweltschutz zu tragen, in Form von Sparmaßnahmen, Steuererhöhungen, Kündigungen, Notstandsgesetze, Aushebelung der Demokratie, Überwachung des Energieverbrauches bei jedem, was eine totale Überwachung legitimiert, Rationierungen, Erleichterungen für die Wirtschaft z.B. Steuergeschenke und vieles mehr?

Im Grunde müssten doch die Menschen aller Welt aufschreien (in Afrika tun sie es, weil sie wissen, dass sie die ersten sind, die betroffen sein werden, was uns in Europa nicht so sehr aus dem Häuschen bringt) und verlangen, dass jetzt drängend geforscht werden muss, ob diese Anomalien nun ?gewöhnliche? Wetterschwankungen sind, oder eben ?apokalyptische Reiter?. Nichts dergleichen passiert. Es kommt einem so vor, als wenn die Menschen wie Vieh wiederkäuend die Flut betrachten, die es unter sich begraben wird.

Bewerten Sie diesen Artikel





Unsere Themen

Finanzkrise - Damoklesschwert oder Apokalypse des Turbokapitalismus

Bildschirm macht DDD / dick, dumm und dröge?

Ist die Demokratie noch zu retten?

Glaube an Heilung ist die beste Medizin

Knut der Eisbär - Ein Symbol für den Umweltschutz?

What the Fuck is Bleep?

Katrina, Kyrill und Co

Cannabis vs. Alkohol

Gibt es den G-Punkt?

Lichtarbeit

Sonnenwind

Schluss mit dem Rauchen! Aber wie?

Radionik

Lichtkugeln

Seit Sie auf dieser Seite sind,

 
 
 
 
 

TOP-RUNNER
Qualität und Effizienz zur Abwehr der Klimakatastrophe!